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Seagate - FireCuda 510 SSD
Patrick
Chefredakteur

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Posts: 1765
# 17.05.2019 - 08:22:53
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Mit der FireCuda 510 SSD haben wir heute passend zum Launch eine NVMe SSD von Seagate im Test, welche durch eine besonders hohen Geschwindigkeit die perfekte Wahl für jeden Gamer sein soll.



Welche Details und Leistung in der neuen FireCuda 510 SSD von Seagate stecken und wie das 2 TB Modell in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.


Technische Details:
  • Modellbezeichnung: ZP2000GM30001
  • Schnittstelle: PCIe x4 (3. Generation), NVMe 1.3
  • NAND-Flash-Speicher: 3D TLC
  • Bauform: M.2 2280-S2
  • Sequenzielles Lesen (max.): 3.450 MB/s
  • Sequenzielles Schreiben (max.) 3.2000 MB/s
  • Wahlfreies Lesen (max. IOPS): 485.000
  • Wahlfreies Schreiben (max. IOPS): 600.000
  • Gesamtschreibleistung: 2600 TB
  • Mean Time Between Failures: 1.800.000 MTBF, in Stunden
  • Garantie: 5 Jahre
  • Durchschnittliche Leistung im Betrieb: 6 W
  • Durchschnittliche Leistung im Leerlauf, PS3: 26 mW
  • Stromsparmodus L1.2: 2 mW
  • Interne Temperatur im Betrieb: 0 bis 70 °C
  • Temperatur im ausgeschalteten Zustand: -40 bis 85 °C
  • Erschütterung, außer Betrieb: 0,5 ms: 1.500 G


Lieferumfang:
  • FireCuda 510 SSD in gewählter Kapazität



Design und Verarbeitung:

Da es sich bei unserem Muster um ein Vorserienmuster handelt, kam die FireCuda 510 SSD in unserer Redaktion lediglich in einer Antistatikfolie verpackt und somit ohne eine Retailverpackung an, weswegen wir zu deren späteren Aufmachung keine Angaben machen können.

Hat man die FireCuda 510 SSD aus seiner Verpackung entnommen, so hat man eine 80,15 mm lange und 22,15 mm breite SSD vor sich liegen, welche durch die beidseitige Bestückung eine Stärke von 3,58 mm hat.



Im Vergleich zu einer normalen SATA-SSD im 2,5"-Format befindet sich das PCB der SSD nicht in einem schützenden Gehäuse.
Betrachtet man das blaue PCB einmal etwas genauer, so findet man unter einem Aufkleber, welcher neben der Modellbezeichnung auch die Seriennummer und weitere Details bereithält, im vorderen Bereich einen Phison PS5012-E12 Controller vor.



Wirft man einmal einen Blick unter den Aufkleber, so findet man vor dem Controller noch einen 1 GB großen DDR4 Cache von SK Hynix vor.



Im Gegensatz zur ebenfalls gerade eingeführten BarraCuda 510 SSD hat es Seagate jedoch nicht bei dem vervierfachen des Speichers gelassen, denn Seagate hat auch die Rückseite des PCBs mit einem 1 GB großen DDR4 Cache bestückt.



Der verbaute Controller ist mittels acht Kanälen an die vier von Toshiba stammenden 64 Layer 3D-NAND Chips angebunden. Die auf unserem Testmuster verbauten Speicherchips werden hierbei im TLC-Verfahren betrieben.

Mit zunehmender Verbreitung von TLC-NAND-Flash kommt auch der Einsatz eines sogenannten Pseudo-SLC-Cache immer mehr zum Einsatz. Da das Speichern von Daten im TLC-Modus (3 Bit) in der Regel langsamer als bei MLC-NAND (2 Bit) erfolgt, werden die Daten bei dieser Art von Cache in dem schnelleren SLC-Modus mit nur einem Bit pro Zelle zwischengespeichert. Hierfür wird in der Regel ein fester Bereich aus der Spare Area der SSD reserviert. Von hier aus werden die Daten anschließend im normalen 3-Bit-Modus an ihrem endgültigen Speicherort geschrieben. Seagate hat der FireCuda 510 SSD einen dynamischen Cache spendiert, welcher ja nach freier Kapazität bis zu 28 GB groß ist.

Auf der Rückseite des PCBs hat Seagate neben dem zusätzlichen DDR4 Cache wie auch auf der Vorderseite zwei 3D TLC-NAND-Speicher verbaut. Im Vergleich zu einer M.2 SSD ist die FireCuda 510 SSD aus diesem Grund 1,35 mm dicker, weswegen sie nicht in jedem Notebook oder Netbook verbaut werden kann.



Die FireCuda 510 M.2 SSD unterstützt die DevSleep (Device Sleep) Technologie, welcher für eine hohe Energieeffizienz der SSD sorgt. Diese Technologie ist vor allem beim Einsatz in Notebooks und Ultrabooks interessant, da hier die Akkulaufzeit erhöht werden kann.
Im Durchschnitt arbeitet die SSD mit 6 Watt. Unter Volllast können es dann jedoch schon mal gut 12 Watt werden.

Die FireCuda 510 SSD ist mit der aktuellen M.2 Schnittstelle ausgestattet, welche mit dem Z170 Chipsatz von Intel großflächig Einzug in den Consumer-PC-Markt gefunden hat und in der Zwischenzeit auf fast jedem aktuellen Mainboard zu finden ist.



Die Anbindung erfolgt mittels des NVMe Protokolls und somit über PCI Express 3.0 x4, wodurch die BarraCuda 510 SSD viel höhere Übertragungsraten erzielen kann, als es mit dem 2004 eingeführten AHCI-Protokoll, welches eine Anbindung per SATA erfordert, möglich ist. Das NVMe Protokoll bringt jedoch einen kleinen Nachteil mit sich, welchem man jedoch erst bemerkt, wenn man nicht auf ein Windows 8.1 oder Windows 10 Betriebssystem setzt, denn erst ab Windows 8.1 wird das NVMe Protokoll nativ unterstützt. Für Windows 7 bietet Microsoft einen entsprechenden Hotfix an.

Die Verarbeitung wurde seitens Seagate sauber und hochwertig ausgeführt. Da die meisten Gamingsysteme jedoch über ein schwarzes Mainboard verfügen, hätte es uns gefreut, wenn Seagate das PCB der FireCuda 510 SSD nicht blau, sondern schwarz eingefärbt hätte.


Testablauf:

Das wichtigste Kaufargument ist bei einer SSD zweifelsohne nicht das Design, sondern die Leistung, welche erbracht werden kann.
Aus diesem Grund schicken wir die SSD nicht nur in verschiedene Benchmarks, sondern werden uns auch ein genaues Bild über die Geschwindigkeit in alltäglichen Bereichen machen.

Um die volle Leistung aus den von uns getesteten SSDs heraus zu holen, werden diese auf unserem Intel Core i7 System getestet.

Dieses besteht aus:
  • Prozessor: i7-6950X
  • Mainboard: Asrock X99 Extreme11
  • Grafikkarte: Zotac GTX 980Ti
  • Arbeitsspeicher: 16GB HyperX Savage (4 x 4GB DDR4 3000MHz)
  • Systemlaufwerk: Samsung - 970 EVO (1 TB)
  • Netzteil: Power & Cooling Silencer MK III 1200W
  • Betriebssystem: Windows 10 Pro 64Bit

Das Testlaufwerk ist dabei als sekundäres Laufwerk eingerichtet. Das Betriebssystem befindet sich somit auf der verbauten 970 EVO M.2 SSD. Dies gilt jedoch nur für die durchgeführten Benchmarks und nicht für die Softwaretests.

Getestet wurde die BarraCuda 510 SSD mittels dieser Benchmarks:
  • AS SSD Benchmark
  • AS SSD Kopierbenchmark
  • ATTO Disk Benchmark


AS SSD Benchmark

Der AS SSD Benchmark wurde, wie der Name vermuten lässt, speziell für SSDs entwickelt. Durch die Verwendung von inkompressiblen Daten stellt dieser Benchmark für komprimierende Controller praktisch ein Worst-Case-Szenario dar.



Mit einem Blick auf das erreichte Testergebnis ist zu erkennen, dass sich die FireCuda 510 SSD beim sequenziellen Lesen als auch Schreiben mit Bestwerten überzeugen konnte und sich teilweise weit von anderen Modellen im Testfeld absetzt.

AS SSD Kopierbenchmark

Neben diesem Performancetest beinhaltet, der AS SSD Benchmark auch noch einen Kopierbenchmark, mittels welchem ermittelt werden kann, wie schnell Daten innerhalb des Laufwerkes kopiert werden können.
Die verwendeten Muster entsprechen typischen Szenarien: ISO (zwei große Dateien), Programm (viele kleine Dateien), Spiel (große und kleine Dateien gemischt).



Auch in diesem Testabschnitt kann die FireCuda 510 SSD mit sehr guten Werten punkten.

ATTO Disk Benchmark

Der ATTO Disk Benchmark ermöglicht es einem SSDs mit einer höheren Abfragetiefe zu beanspruchen. Wir haben die SSD somit mit einer Queue Depth von 10 getestet.




Vergleicht man einmal das Testergebnis der FireCuda 510 SSD mit den anderen Modellen aus dem Testfeld, so spiegelt sich auch hier das Ergebnis aus den vorangegangenen Tests wieder, denn die FireCuda 510 SSD konnte auch in diesem Test eine sehr gute Leistung erzielen, mittels welcher sie vor allen anderen bisher von uns getesteten M.2 SSDs platzieren konnte.

Neben den Messungen mit diesen Benchmark Tools wollen wir jedoch auch nicht die Geschwindigkeitsvorteile im alltäglichen Betrieb aus dem Auge verlieren, denn gerade auf diese kommt es im Endeffekt an, da die durch die Benchmarks aus dem Laufwerk gekitzelten Maximalwerte im Normalfall kaum erreicht werden.

Softwareinstallation

Wie die Überschrift schon verlauten lässt, werden wir in diesem Test anhand der Software PCMark 8, Acrobat Reader und OpenOffice die Zeit stoppen, in welcher die Software auf der SSD installiert werden konnte.



Softwaretest

In diesem Test werden wir die Geschwindigkeit messen, in welcher die SSD es schafft eine WinRAR Datei von einem GB zu entpacken, einen vollständigen Systemscan mit AntiVir absolviert und wie lange ein auf der SSD installiertes Windows 7 benötigt, um zu booten.
Da sich in unserem Testsystem zu den Onboardkomponenten noch ein Hardware Raidcontroller befindet, welche eine Weile braucht, um alle Festplatten zu initialisieren, werden wir die Zeit erst nach dem Verlassen des Bios stoppen.



Wie es in der Zwischenzeit auch von anderen M.2 SSDs bekannt ist, zeigte auch die FireCuda 510 SSD in unserem Test unter einer dauerhaften Belastung eine gewisse Drosselung der Übertragungsgeschwindigkeit. Dieser Geschwindigkeitsabfall entsteht durch die Drosselung des verbauten Controllers ab einer bestimmten Temperaturschwelle. Je nach eingesetztem Mainboard gibt es direkt vom Mainboardhersteller entsprechende Kühlkörper, mittels welchen man diese Drosselung verhindern kann. Es gibt jedoch auch die Möglichkeit die SSD nicht direkt auf dem Mainboard zu betreiben, sondern auf einer speziellen Steckkarte, auf welcher dann ein entsprechender Kühlkörper verbaut werden kann. Von Seagate direkt gibt es leider keinen passenden Kühlkörper, mittels welchen man das Problem zumindest bei einem Betrieb auf einem normalen Mainboard von Haus aus eliminieren könnte. Sollte man bei seinem System öfters sehr hohe Datenmengen Schreiben oder lesen wollen, sollte man, falls nicht schon vorhanden auf jeden Fall über einen entsprechenden Kühler nachdenken.


Fazit:

Mit der FireCuda 510 SSD hat Seagate sein Sortiment um eine M.2 SSD erweitert, welche einem nicht nur eine sehr hohe Kapazität von wahlweise ein oder zwei Terabyte bietet, sondern auch eine sehr gute Performace. Die gebotenen Lese- und Schreibgeschwindigkeit kann die SSD durch eine Kombination aus einem schnellen Controller und gleich vier 3D-TLC-Speicher erreichen. Neben einem 2 GB großen DDR4 Cache steht unserem Muster ein dynamischer, bis zu 28 GB großer Cache zur Verfügung, bei dem die Daten erst im schnelleren SLC-Modus geschrieben werden. Dank der gebotenen Leistung in Kombination mit den beiden hohen Kapazitäten, welche einem die FireCuda 510 SSD bietet, sind beide verfügbaren Modellen die richtige Wahl für jeden Gamer. Auch wenn das PCB nicht schwarz, sondern blau eingefärbt wurde, wodurch die SSD in einem Gaming-System optisch nicht so sauber integriert werden kann, wurde die Verarbeitung seitens Seagate sehr sauber ausgeführt. Preislich liegt die von uns in diesem Test herangezogene 2 TB große FireCuda 510 SSD zur Markteinführung bei knapp 475 €. Das 1 TB große Modell ist für knapp über 300 € zu haben.




Pro
  • Sehr hohe Geschwindigkeiten
  • Hohe Kapazität
  • Verarbeitung


Contra
  • (Blaues PCB)



Verarbeitung

Kompatibilität

Geschwindigkeit

Lieferumfang

Preis









Wir danken Seagate sehr für die Bereitstellung des Testmusters.



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